Wenn Faulheit über Fitness siegt: Sind uns Wearables zu anstrengend?

Wearables_anstrengend

Wearables wie Schrittzähler und Fitnessarmbänder liegen im Trend. Doch wie intensiv nutzen wir sie wirklich? Können wir unsere Anfangsbegeisterung aufrechterhalten oder bleibt der längste Weg, den wir damit zurücklegen, jener vom Kaufregal zur Kasse?

Fakt ist: Aus der Faulheit heraus wurde noch kein Sportler geboren. Darum kaufen sich viele von uns ein Wearable, um wenigstens im Alltag zu mehr Bewegung zu kommen. Aber benutzen wir das Ding dann auch wirklich?

Nein. So lautet zumindest das ernüchternde Fazit des Marktforschungsinstituts Gfk. Im Auftrag der deutschen Krankenversicherung DVK befragte es über 2800 Menschen zu ihrer Nutzung von Fitnessarmbändern, Schrittzählern und anderen Wearables. Das Ergebnis: Nur sechs Prozent der Befragten besitzen ein Wearable – und die Hälfte davon benutzt es nicht. 16 Prozent wiederum haben das Gadget gar nicht erst in Betrieb genommen. Grund: Das Gerät sei anstrengend, nervig, überflüssig und nicht motivierend. Die DVK schliesst daraus, dass heutige Wearables für „gesunde Menschen mit nur durchschnittlichem sportlichen Ehrgeiz“ nur bedingt von Interesse seien. Allerdings sehen sie einen Nutzen für Personen, die an Übergewicht oder einem zu hohen Blutdruck leiden. Hier könne ein Gadget im Rahmen einer Lebensstilverbesserung sehr hilfreich sein. Zahlreiche Studien – besonders aus dem angloamerikanischen Raum – bestätigen diese Vermutung. Für alle anderen von uns stellt sich die Frage, ob Wearables wirklich so unnötig und nervig sind oder ob wir einfach ein Problem damit haben, wenn ein Schrittzähler mit dem Mahnfinger wedelt, sobald wir uns auf die Couch werfen.

Quelle: Die meisten Wearables liegen nur rum (spiegel.de, 08.08.2016)
Bild: Fotolia

 

2 Kommentare “Wenn Faulheit über Fitness siegt: Sind uns Wearables zu anstrengend?

  1. Man lernt offenbar nur, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist. Ich zum Beispiel habe erst mit dem Laufen angefangen und laufe seitdem regelmäßig, nachdem ich einen Herzinfarkt knapp überlebt habe.

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