Wenn Daten durch den Magen gehen

Wer regelmässig Medikamente einnehmen muss, der kennt das Problem. Man fährt in die Ferien und merkt erst am Ferienort: Ich habe meine Tabletten vergessen. Es gibt auch Medikamente, die immer zum selben Zeitpunkt eingenommen werden müssen. Hier kann es zum Problem werden, wenn man erst nach einigen Stunden feststellt, dass die Tablette leider immer noch an dem Ort ist, wo sie gerade nicht sein sollte, nämlich in der Verpackung.

Damit dies nicht mehr passiert, hält das digitale Zeitalter einige Helferlein parat, die einen bei der korrekten Einnahme von Medikamenten unterstützen. Neben diversen Smartphone-Applikationen, die einen per Reminder-Funktion auf vergessene Tabletten aufmerksam machen, gibt es nun aber auch deutlich innovativere Ansätze, die noch einen Schritt weiter gehen.

Die Rede ist hier von intelligenten Tabletten. Solche Tabletten enthalten einen Mikrochip in der Grösse eines Sandkorns. Die intelligente Tablette wird normal geschluckt. Der Chip wird aktiviert, sobald er mit der Magensäure in Berührung kommt und kann dann Informationen über den menschlichen Körper übermitteln. So erfährt der Mediziner praktisch in Echtzeit, ob Patienten sich an die Einnahme eines Medikamentes gehalten haben oder nicht.

Es geht aber noch weiter. Der Chip ist zudem in der Lage, Daten über Herzfrequenz, Körpertemperatur oder Bewegungen zu sammeln. Diese gelangen an ein auf der Haut aufgeklebtes Pflaster mit Batterie. Von dort werden die Daten auf das Smartphone übermittelt und gespeichert. Wenn der Patient sein Einverständnis gegeben hat, werden die Informationen schliesslich per SMS an den behandelnden Arzt weitergeleitet. Geht nicht? Gibt’s nicht! Willkommen im Zeitalter der digitalen Medizin.

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