Spitalmarketing im Zeitalter von Wearables und Datenschutz

In der sogenannten App Bar kann man sich von Spezialisten in Sachen Health-Apps beraten lassen.
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Die neuste Hightech-Armband-Uhr mit integriertem Schrittzähler oder die Smartphone App, die den gesamten Tagesverlauf in einem Activity Tracker aufzeichnet: Täglich tauchen neue Möglichkeiten zum Self-Tracking auf, die noch mehr Komfort und bessere Ergebnisse versprechen. Wer gesund leben und seine sportlichen Aktivitäten verfolgen will, verliert bei der riesigen Auswahl rasch den Überblick. Worauf muss geachtet werden? Welches Armband passt zu einem? Welche App generiert die relevanten Informationen für die jeweilige Person?

Gehen wir mal davon aus, Andreas möchte in einem Shopping Center ein Fitness Wearable kaufen. Schön aussehen soll es, mit einen Schrittzähler sowie Pulsmesser ausgestattet und mit dem Smartphone kompatibel sein. Nach einer Stunde Suche gibt Andreas auf. Die Auswahl war schlicht zu gross, die Beratung zu ungenau. Auch die Preise waren zu verschieden, als dass sie etwas über die Qualität aussagen könnten.

Das wäre Andreas im Morristown Medical Center in New Jersey definitiv nicht passiert: Dort wurde kürzlich eine sogenannte App Bar eröffnet. Die Initianten haben sich von der Apple Genius Bar inspirieren lassen.

Vor Ort im Spital kann man sich von einem Fachspezialisten in Punkto Health-Apps und den passenden Gadgets beraten lassen. Patienten und andere Interessierte können ihr technisches Gerät mitbringen (Smartphone, Tablet, Laptop) und mehr über die verschiedenen Möglichkeiten in der Gesundheits-Technologie erfahren. Der Berater unterstützt vom App-Einkauf bis zur Auswertung. Die verschiedenen Wearables für effizientes Self-Tracking können auch gleich im HealtheConnect gekauft werden.

Dass die vor Ort ausgewerteten Daten dem Spital auch gleich vorliegen, scheint die US-Patienten nicht gross zu kümmern. Offenbar betrachten sie es als nützlich, wenn das Spital auf die Daten zugreifen kann. Vielleicht auch eine Inspiration für Spitäler in der Schweiz?

4 Kommentare “Spitalmarketing im Zeitalter von Wearables und Datenschutz

  1. Das ist ein sehr interessanter Beitrag. Für mich als nicht geübte App-Nutzerin ist das die perfekte Möglichkeit, sich nicht ein A für ein O aufschwatzen zu lassen. Vielen Dank und hoffentlich verbreitet sich diese Idee in der Schweiz.

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