Schwarmintelligenz macht schlank

Müesli mit Früchten

«Wie viele Schritte sind Sie heute gegangen? Wie gross und schwer sind Sie?». Diät-Apps stellen viele unangenehme Fragen und sind oftmals so kompliziert, dass ich nach der langen Analyse sowieso nur noch Lust auf Stangensellerie habe. Doch muss Gewichtsverlust wirklich so kompliziert sein?

Eatly bietet eine lustige Alternative zu den herkömmlichen Kalorienzählern. Das fertige Gericht fotografieren, hochladen und schon bald kommt das Feedback: «Gesund», «OK» oder «ungesund». Einfacher geht es kaum! Das Konzept beruht auf dem Prinzip der Schwarmintelligenz. Bewertet wird Ihr Menü von anderen Usern, und auch Sie können aktiv auf der Plattform mitdiskutieren und das Essen Anderer bewerten. Dass es dabei nicht um exaktes Kalkulieren geht, ist klar. Eatly ist keine Wissenschaft, sondern soll die User spielerisch auf gesunde Ernährung sensibilisieren. Je länger man postet und bewertet, umso mehr bekommt man das Gespür für gesundes Essen. Und als grossartiger Nebeneffekt entdeckt man beim Bewerten von anderen Mahlzeiten immer wieder raffinierte Ideen für gesunde Kost.

Vielleicht geht es Ihnen aber wie mir, und Sie denken: «Ich weiss ja eigentlich, was gesund und was ungesund ist!» Glauben Sie mir: eatly ist trotzdem immer wieder ein hilfreicher Assistent. Auch wenn mir bewusst ist, dass ein leckeres Tiramisu sicher nicht das Beste für meine Gesundheit ist, kann ich nur schlecht die Finger davon lassen. Hier hilft mir der Realitätstest in der Cyberwelt. Denn erst, wenn genug Andere mein Essen als «ungesund» eingestuft haben, kann ich es nicht mehr verleugnen: Der Griff zum Apfel wäre gesünder.

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