Rezepte für gesunde Ernährung krallen sich Poleposition

E-Health: Nach Rezepten für gesunde Ernährung, Nebenwirkungen oder allgemeinen medizinischen Informationen suchen die Deutschen im Netz am meisten. © clownbusiness - Fotolia.com

Das Internet. Immer wichtiger, aus unseren Köpfen nicht mehr wegzudenken. Dies gilt auch für den medizinischen Bereich. E-Health, die digitale Gesundheit, ist in aller Munde. Eine aktuelle Studie der Strategieberatung LSPdigital zeigt nun, welche E-Health-Angebote die Deutschen im Netz oder via App nutzen. Klarer Spitzenreiter sind Rezepte für gesunde Ernährung. 29% der befragten Teilnehmer suchen online nach dem genannten Thema. Für 24% stehen Nebenwirkungen im Fokus, 23% suchen nach allgemeinen medizinischen Informationen. Immerhin 20% möchten online Ärzte und medizinische Einrichtungen finden, Bewertungen sehen und diese vergleichen. Das Vereinbaren von Terminen bei Ärzten und medizinischen Einrichtungen ist den Befragten ebenfalls wichtig. Mit 19% liegt diese Sparte nur knapp dahinter.

Die Schlusslichter liegen dicht beieinander. Immerhin noch 14% interessieren sich für Gedächtnistraining. Fitness-Training, Tracking und Monitoring sind den Befragten weniger wichtig. Gerade nur 11% nutzen solche Angebote. Kalorien zählen (10%), Verhüten via App (9%) sowie das Testen von Risiken (8%) sind weniger beliebt. Bei letzterem kann der User beispielsweise sein eigenes Herzinfarkt-Risiko einschätzen.

Die Resultate der Studie sind spannend. Besonders der Bereich von Fitness-Training, Tracking und Monitoring interessiert an dieser Stelle. Eigentlich liegt der Trend zurzeit doch darin, auf seine eigene Fitness zu achten. So sollte man doch meinen, dass sich die Menschen stark für die eigene Fitness interessieren. Die erwähnte Studie zeigt jedoch ein anderes Bild. Die Frage, weshalb Fitness-Training, Tracking und Monitoring im Feld der Schlusslichter liegen, scheint also berechtigt. „Mit der Apple Watch, Fitbit Surge und Charge HR sowie weiterer Anbieter hochwertiger Sensoren wurde der Markt für Quantified Self erst kürzlich richtig lanciert. Die Angebote werden immer benutzerfreundlicher, relevanter, vielfältiger und finden damit eine breitere Nutzerbasis. In wenigen Jahren wird es so selbstverständlich sein, Fitness-Sensoren mit sich herumzutragen, wie es heute selbstverständlich ist, nicht ohne Mobiltelefon das Haus zu verlassen“, meint Mischa Stamm, Head of Personal Health bei der Swisscom Health AG. Man darf also gespannt sein, wohin sich der Trend in Zukunft entwickelt.

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