Mit neuen Diagnoseverfahren gegen Krebs

Bluttest auf Krebs: Schon bald Realität? ©iStock.com/luchschen

Je früher Krebs diagnostiziert wird, desto besser sind die Heilungschancen. Paradoxerweise wird eine Biopsie aber meistens erst dann durchgeführt, wenn es bereits zu spät ist. Eine neue Methode soll nun helfen, Krebs frühzeitig zu erkennen.

Heimtückisch verbreitet sich Krebs im Körper – oft über einen langen Zeitraum ohne Symptome, weshalb eine Früherkennung kaum möglich ist. Wird mit einer Biopsie Krebs festgestellt, ist dieser leider häufig bereits stark fortgeschritten und die Chancen auf eine Heilung sind deshalb reduziert. Präventiv Biopsien durchzuführen ist keine Alternative. Nicht nur sind diese für den Patienten schmerzhaft, auch nehmen sie viel Zeit in Anspruch und sind nicht in jedem Fall aufschlussreich.

Ein Forscherteam an der Englischen Universität in Bradford hat nun aber einen zukunftsweisenden Weg für die Frühdiagnose von Krebs gefunden: einen Bluttest. Die weissen Blutkörperchen sind die ersten, welche einen Hinweis auf Krebs geben können. Diese sind ein Teil des natürlichen Abwehrsystems und stehen bei einer Krebserkrankung unter grossem Stress – nicht aber bei anderen Krankheiten wie Grippe oder Erkältungen. Werden nun Blutproben im Labor UV-Strahlen ausgesetzt, können gesunde weisse Blutkörperchen mit diesem Stress gut umgehen. Bei Krebspatienten aber wird die DNA der bereits gestressten Blutkörperchen beschädigt. Dadurch kann nun Krebs frühzeitig erkannt werden.

Auch wenn der Test erst in der weiteren Erforschung steckt und noch nicht zur Anwendung kommt, lässt er aufhorchen. Vielleicht lässt sich in naher Zukunft Krebs sogar mit einem einfachen Test direkt über das Smartphone diagnostizieren.

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