Können digitale Gesundheitsdaten gehackt werden?

Rufen digitale Gesundheitsdaten Hacker auf den Plan?
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Der amerikanische Polit-Blog hat mögliche Risiken der Digitalisierung von Gesundheitsdaten aufgezeigt. Dabei wird behauptet, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis digitale Gesundheitsdaten gehackt werden.

Auch die sogenannte «Identity theft» stellt in den USA ein Problem für die Bevölkerung und die Politik dar. Mit gestohlenen Identitäten via die amerikanische Sozialversicherungskarte werden immer öfter Versicherungs- und Sozialgelder ergaunert. Deshalb erstaunt es nicht, dass Skeptiker vor der Digitalisierung der Gesundheitsdaten warnen. Identitätsdiebstahl dieser Art kennen wir in der Schweiz zum Glück (noch) nicht, da unser System anders aufgebaut ist.

Das amerikanische Blogszenario darf als nicht sehr realistisch für Schweizer Verhältnisse eingestuft werden. Natürlich kann die Digitalisierung im Gesundheitswesen Risiken eines Missbrauchs hervorrufen. Die Vorteile eines digitalen Patientendossiers bleiben trotzdem offensichtlich: Heute kämpft man mit unleserlichen oder verlorenen Patientenakten. Es ist ärgerlich, wenn man sich zusätzlich zur gesundheitlichen Belastung auch noch mit administrativen Problemen herumschlagen muss. Die Digitalisierung dieser Dokumente erscheint als der nächste logische Schritt. In vielen anderen Bereichen hat sich die digitale Handhabung von Daten bereits durchgesetzt – auch wenn es anfangs absurd erschien. Die Idee, das eigene Vermögen digital aufzubewahren, war einst unvorstellbar. Aber kennen Sie heute noch jemanden, der zuhause ein Sparbuch aus Papier aufbewahrt?

Meiner Meinung nach, liegt die Zukunft von Patientendossiers in ihrer digitalen Form. Dies wird sich aus Gründen der Bequemlichkeit und Patientensicherheit sowie aufgrund des Anspruches auf prompten Service durchsetzen. Wichtig ist, dass wir die Herausforderungen wie die sichere Aufbewahrung und Kommunikation thematisieren. Ich bin sicher: Das Abrufen von Labordaten oder das eRezept auf dem Smartphone ist bald schon so normal wie das Bezahlen von Rechnungen im Internet, sofern die Personendaten gleich zuverlässig geschützt werden wie Daten beim eBanking.

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