Die IT-Lösung Watson soll Ärzte künftig unterstützen

Watson kann in natürlicher Sprache gestellte Fragen über einen nahezu unbegrenzten Wissensbereich beantworten.

IT-Lösungen sind längst zu einem bedeutenden Faktor der Wirtschaft geworden. Vernetzte Gesundheitssysteme im Gesundheitswesen haben für uns eine praktische Bedeutung. Die grössten Herausforderungen für die Macher von IT-Systemen sind die ständig steigenden Datenmengen, die zunehmende Datengeschwindigkeit, die neue Art von Daten und die Frage nach der Richtigkeit dieser Daten. Um diesen Herausforderungen standhalten zu können hat sich die Firma IBM intensiv mit dem Nachahmen künstlicher Intelligenz auseinandergesetzt. Herausgekommen ist dabei Watson. Bereits heute leistet die Maschine einen wichtigen Beitrag, um die Entwicklung von Krankheiten und Epidemien vorhersehen und frühzeitig bekämpfen zu können. Watson ist in einigen Ländern ausserhalb Europas bereits im Einsatz und es wurden sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

Die IT-Lösung Watson wird vorerst vor allem bei Krebsbehandlungen eingesetzt und unterstützt Ärzte in der Beurteilung von sehr komplexen Fällen. Dies ist notwendig, weil sich das medizinische Fachwissen rasant vervielfacht und Ärzte nicht über die Zeit verfügen, jede Fachzeitschrift durchzulesen oder alle aktuellen Empfehlungen im Detail zu kennen. Rund 90% der heute verfügbaren Daten sind weniger als zwei Jahre alt. Allein in den nächsten fünf Jahren wird die verfügbare Datenmenge um geschätzte 800% zunehmen. Die Einschränkungen der derzeit verfügbaren Systeme verhindern, dass die Medizin echte Fortschritte machen kann.

Wie funktioniert Watson?

Als erstes müssen Ärzte dem System eine konkrete Frage stellen und die Symptome des Patienten beschreiben. Dann beginnt Watson mit der Datenanalyse. Die Patientendaten werden nach relevanten Fakten wie z.B. Familiengeschichte oder aktuelle Medikation durchsucht. Die gewonnenen Informationen werden mit aktuellen Befunden kombiniert, um Hypothesen zu überprüfen. Hierzu kann Watson elektronische Krankenakten, Notizen von Ärzten und Pflegepersonal, Studien und Artikel in die Analyse der Daten einbeziehen. Im Anschluss an die Analyse stellt das Programm eine Liste mit möglichen Diagnosen und Behandlungsempfehlungen zusammen.

Die Fähigkeit den Kontext für die Erstellung von Hypothesen zu berücksichtigen macht Watson zu einer wertvollen Unterstützung, wenn es darum geht, eine Entscheidung auf Basis fundierter Informationen zu treffen. Ich bin überzeugt, dass Watson zukünftig die Behandlungsqualität verbessern, Leben retten und Ärzte wesentlich entlasten wird.

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