„iPad-Schulter“ – Schaden Tablets & Co. unserem Körper?

Der Kopf dreht sich, die Augen brennen, der Rücken zwickt und der Nacken ist verspannt: Dass langes Sitzen vor dem Computer schadet, ist bekannt. Aber wussten Sie, dass die Verwendung eines Tablets zu ähnlichen Symptomen führen kann? Forscher nennen das ein Impingement-Syndrom – oder „iPad-Schulter“.

Stress für die Schultern

„Buckeliges Sitzen oder langes Starren nach unten auf einen Bildschirm sind purer Stress für die Schultermuskulatur“, sagt Klaus Pirklbauer, Unfallchirurg im Landeskrankenhaus Röhrbach gegenüber nachrichten.at. Bei einer Fehlhaltung käme es zu einer Verengung des Raums zwischen Schulterdach und Oberarmkopf, was eine Überlastung der Sehnen nach sich zieht. „Bei jeder Bewegung reiben die Sehnen dann am knöchernen Schulterdach, entzünden sich, verlieren an Elastizität und werden dicker. Heftige Schmerzen und starke Bewegungseinschränkungen sind die Folge“, so Pirklbauer. Gemäss neusten Studien fördern Tablets die Verkürzung der Muskeln zwischen Arm und Schultern besonders stark.

Lösung: Viel Bewegung und Relax!

Das Rezept gegen die Beschwerden ist so simpel wie anspruchsvoll: Viel Bewegung und mehr Entspannung. Pirklbauer empfiehlt: „Verändern Sie regelmässig Ihre Haltung und legen Sie – gerade bei längerer Nutzung – Pausen ein, in denen Sie Ihre Schultern kreisen oder den Nacken entspannen.“ Eine besonders hilfreiche Anleitung mit fünf Übungen findet sich auch auf dem Blog Ergotopia.

Quellen:
„Diagnose: iPad-Schulter“ (nachrichten.at, 15.03.2017)
Ergotopia
Bild: Fotolia

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