Pollenallergie – Die 5 besten Tipps gegen Heuschnupfen

Heuschnupfen

Sie fliegen wieder: Die Pollen. Dr. med. Manuel Grahmann, Co-Gründer des Medicum Wesemlin in Luzern, spricht mit uns über die Symptome von Heuschnupfen und die 5 besten Wege zur Bekämpfung.

Woran erkennen Sie, dass es Frühling wird? Sind es die länger werdenden Tage, die blühenden Blumenwiesen oder die ersten Schritte in T-Shirt und Shorts an der Sonne? Oder denken Sie als erstes an brennende Augen und ein ständiges Kitzeln in der Nase?

Kein Zweifel: Die Pollen sind im Anflug und immer mehr Schweizerinnen und Schweizer reagieren allergisch. Neben den immer früheren Pollenflugzeiten zeigen neuste Studien, dass auch Stress eine Rolle spielt: „Der Zusammenhang zwischen Stress und Allergieauslösung beziehungsweise -verstärkung ist hochwahrscheinlich“, erklärt Dr. med. Manuel Grahmann. „Neuere Untersuchungen und Studien haben gezeigt, dass Patienten mit einem allergischen Asthma bronchiale unter Stress eine Zunahme ihrer Beschwerden haben. Ein ähnliches Ergebnis zeigte sich auch bei Atopikern, also auch bei Heuschnupfen-Patienten.“ Angesichts der wachsenden Patientenzahl stellt sich die Frage: Was hilft wirklich gegen Heuschnupfen?

Der Allergie den Kampf ansagen

Immuntherapien gelten als einzige Allergiebehandlung, die zur völligen Symptomfreiheit führen kann. Dabei wird der Körper durch allmähliche Gewöhnung gegen bestimmte Allergene immun gemacht. Auch Heuschnupfen-Patienten können unter Umständen von einer solchen Desensibilisierung profitieren: „Die Datenlage ist recht unübersichtlich, es gibt aber sehr gute und valide Hinweise, dass die Desensibilisierung einen deutlich allergiemindernden Effekt hat“, sagt Dr. Grahmann. Die Immuntherapie wird von der Krankenkasse übernommen, dauert aber oft mehrere Jahre und eignet sich vor allem für Menschen, die sehr stark unter ihrer Allergie leiden.

Bei kleiner bis mittelstarker Pollenallergie helfen oft schon kleine Kniffe und Tricks, um die Beschwerden gezielt zu lindern. Dr. Manuel Grahmann hat für uns seine Top 5 zusammengetragen:

1. Im Freien eine Brille oder Sonnenbrille tragen. Das hält zumindest eine gewisse Pollenkonzentration von den Augen fern.

2. Beim Autofahren die Fenster schliessen und die Lüftung ausschalten. Es sei denn, Ihr Auto hat einen eingebauten Pollenfilter.

3. Richtig lüften. In ländlichen Gebieten sollten Sie die Wohnung am Abend lüften, da die Pollenexposition morgens am höchsten ist. In der Stadt ist es umgekehrt: Hier ist die Pollenexposition am Abend am höchsten ist, weshalb Sie morgens lüften sollten.

4. Vor dem Zubettgehen die Haare waschen bzw. duschen. So verhindern Sie, dass die Pollen überall verteilt und mit ins Bett getragen werden.

5. Den Urlaub dem Pollenflugkalender anpassen. Dadurch vermeiden Sie die intensiven Phasen der «individuellen Pollenzeit». Geeignet sind Ferien in den Bergen oder am Meer, dort werden Sie vom Pollenflug grösstenteils verschont. Im Frühjahr stören vor allem Hasel-Birken, Esche- und Erlenpollen, im Sommer plagen dann Gräser, Wegerich und Beifuss.

Bild: Fotolia

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