Handy-Sensoren vermeiden Röntgenbilder im Operationssaal

Dank Handy-Sensoren benötigt es nur noch ein Röntgenbild bei Wirbelsäulenoperationen.
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Wirbelsäulenoperationen sind oft nach Sport- oder Skiunfällen nötig. Mit Schrauben wird die Wirbelsäule fixiert und stabilisiert. Da in unmittelbarer Nähe der Wirbelkörper wichtige Nerven und Arterien verlaufen, ist dabei höchste Präzision gefragt. Je nach Art der Verletzung müssen dafür zahlreiche Röntgenbilder gemacht werden, was für die Patienten aber auch für die Ärztinnen und Ärzte zu einer erheblichen Strahlenbelastung führte.

Forscher des Orthopädischen Spitals Speising in Österreich sowie am Universitätsspital Basel haben die Neigungs-Sensoren von Smartphones genutzt, um die Operationswerkzeuge in der korrekten Position einzusetzen. Diese Sensoren nehmen wahr, wenn sie im Raum bewegt werden und sind für die automatische Drehung der Displays verantwortlich. Wenn sie nun an chirurgischen Werkzeugen befestigt werden, können sie zusammen mit einer speziellen Software Informationen an einen Computer weitergeben. Mithilfe dieser Informationen können die Chirurgen beurteilen, ob ihr Werkzeug im richtigen Winkel angesetzt ist. Somit braucht es nur noch ein einziges Röntgenbild, um die Wirbelschrauben einzusetzen, was die Strahlenbelastung für alle drastisch reduziert. Noch suchen die Forschenden Industriepartner, um ihre Entdeckung in ein marktreifes Produkt überzuführen.

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