Der Arzt im Handy-Format

Gesundheitsapplikationen

Muss ich überhaupt noch zum Arzt oder reicht es, auf mein Handy zu schauen? Diese Frage muss man sich fast schon stellen, wenn man den boomenden Markt an mobilen Gesundheitsapplikationen anschaut. Sowohl bei Apple als auch bei Android sind in der Kategorie «Gesundheit und Fitness» mehrere hundert Apps verfügbar – allein in der kostenlosen Sektion. Und die Tendenz ist stark steigend.

Zuoberst in der Rangliste stehen Apps, die einen beim Training unterstützen, beim Abnehmen helfen oder zu mehr Bewegung animieren. Es gibt aber auch immer mehr Apps, die Menschen mit medizinischen Problemen bei der Therapie unterstützen können. Laktoseintolerante können den Laktosegehalt von Nahrungsmitteln ausrechnen, Rheuma-Patienten ihre Schmerzen dokumentieren oder Menschen mit HIV die tägliche Pillendosis eintragen. Die Bandbreite ist gross und wird stetig grösser.

Einen Schritt weiter gehen Applikationen, die sich Sensortechnik zunutze machen. Sie sind derzeit die funkelndsten Sterne im Mobile Health-Sektor. Über Sensoren nehmen die Handys zum Beispiel Vitaldaten auf, welche die Applikationen dann verwerten. So misst das Handy Blutwerte, Blutdruck und Puls. Heute sind dazu noch spezielle Zusatzgeräte nötig. Doch Mobiltelefonanbieter wie Samsung arbeiten derzeit mit Hochtouren an der Entwicklung neuer Handys mit integrierten Sensoren. Können die Sensor-Handys also bald den Gang zum Arzt ersparen? Die digitale Zukunft wird uns bald Antworten liefern.

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