Gegen Übergewicht und Depressionen: Ist Pokémon Go eine versteckte Health-App?

Über Pokémon Go wurde in letzter Zeit so viel geschrieben, dass der Hype bald in einen Anti-Hype umkippen könnte. Neben vielen Negativschlagzeilen über verunfallte Spieler oder gar Raubüberfälle, gibt es aber auch einige Journalisten und Experten, die dem Spiel durchaus Positives abgewinnen. Zu Letzteren gehört auch GP Kolumnistin Dr. Margaret McCartney.

Entgegen aller schlechten Berichte über Pokémon Go begrüsst es McCartney  sehr, dass ihre Kinder dem Spielfieber verfallen sind. Dank dem Spiel würden diese endlich wieder draussen spielen, erklärt sie. Die physische Aktivität sei ein weiterer Bonuspunkt. Obwohl Pokémon Go nicht per se als Health-App beworben wird, scheint das Spiel in motivationstechnischer Hinsicht also durchaus mit Fitness-Apps oder Schrittzählern mithalten zu können.

McCartney verweist in ihrer Kolumne auf Autoren, die noch viel weiter gehen: Pokémon Go, schreiben diese,  könne auch ein effektives Mittel gegen Depression und Übergewicht sein. Das Spiel helfe ausserdem, leicht mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen, was gerade für schüchterne Personen eine wahre Goldgrube darstelle. McCartney fasst zusammen: „The possibilities for apps to make the streets an active, reclaimed playground in which to have interconnected fun are boundless. Increased physical activity is a tantalizing side effect.“

Wie lange der Hype um Pokémon Go wirklich noch anhält und ob bald vergleichbare interaktive Apps auf uns losgelassen werden, sei dahingestellt. Bis dahin sehen wir uns beim nächsten PokéStop!

Quelle: „’Game on for Pokémon Go,’ says The BMJ pundit” (BMJ, 10.08.2016)
Bild: Fotolia

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