Freie Spitalwahl für Arzt und Patient

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Vor zwei Jahren fielen die Kantonsgrenzen in der Spitalversorgung. Seither können sich alle Patienten unabhängig von ihrem Wohnort in fast jedem Spital behandeln lassen. Der Patient ist König. Oder besser: Der Arzt ist König. Gemäss unserem Zuweiserbarometer wählen 56 Prozent der Patienten ein Spital, weil es von ihrer Ärztin empfohlen wurde. Die Freiheit der Patienten bezahlen die Spitäler deshalb mit Marketingausgaben im Zuweisermanagement. Nahezu alle Einrichtungen sind sich bewusst, dass der wirtschaftliche Erfolg eines Spitals künftig nicht zuletzt von einem funktionierenden Zuweisermanagement abhängt. Bisher pflegen aber nur wenige Spitäler ihre Beziehungen zu niedergelassenen Ärzten systematisch.

Unsere Studie fragte natürlich auch, nach welchen Kriterien Ärzte ihren Patienten ein Spital empfehlen. Für die Ärzte sind fachliche Kriterien ausschlaggebend, wie die Qualität der medizinischen und pflegerischen Behandlung oder die funktionierende Zusammenarbeit zwischen Arzt und Spital. Im Vorteil sind Einrichtungen, die Ärztinnen mit einer umfassenden und trotzdem übersichtlichen und leicht zu nutzenden Internet-Plattform die Überweisung einer Patientin erleichtern sowie den gegenseitigen Informationsaustausch zur Behandlung ermöglichen.

Die Ärzte beurteilen neben den fachlichen Punkten aber auch die Erreichbarkeit des Spitals und ähnliches mehr. Sie wählen also im Sinne und zum Wohle ihrer Patienten. Die meisten Patienten folgen gern den kompetenten Empfehlungen ihrer Ärzte, weil ihnen selbst das Fachwissen zur Beurteilung eines Spitals fehlt. Solange die Ärztinnen ihre Spitalempfehlungen weiterhin mit Blick auf das Wohl ihrer Patienten aussprechen, ist die freie Spitalwahl für Patient und Arzt geglückt. Ein erfolgreiches Zuweisermanagement pflegt und unterstützt die Ärzte, indem es die nötigen Informationen für ihr Urteil liefert.

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