Facebook – unser Vertrauter in Gesundheitsfragen?

Facebook Gesundheitswesen

Eine Kollegin hat relativ offen via Facebook über ihren Spitalaufenthalt berichtet. Das hat mich etwas verwirrt und ich habe mich gefragt, warum so intime Gesundheitsfragen auf Facebook breitgetreten werden.

Vor kurzem habe ich feststellen müssen, wie offen viele Menschen mit ihren Gesundheitsinformationen umgehen. Angefangen hat es mit einigen Facebook-Posts einer Kollegin, die kürzlich im Spital behandelt wurde. Ich will den Inhalt hier nicht wiedergeben, denn ich fand schon für Facebook reichlich privat! Am Abend habe ich dann noch etwas rumgesucht auf Facebook und mit Schrecken festgestellt, dass es sehr viele Leute gibt, die öffentlich ihre Gesundheitsinformationen teilen.

In öffentlichen Beiträgen von fremden Leute konnte ich persönliche Details über ihre Krankheiten und Spitalaufenthalte finden. Auf grossen Gesundheitsportalen war es nicht anders, ich traf auf tausende Einträge zu Spitalaufenthalten und Krankheiten. Es hatte viele sehr oft persönliche Berichte darüber, wie die Betroffenen mit ihren Gesundheitsproblemen umgehen.

So schreibt eine Frau, dass die Folgen ihrer Knieoperation ganz schlimm waren und verschont mich nicht mit allen Details. Aber seit sie regelmässig spezielle Physiotherapie-Übungen macht, sei nun alles wieder besser. Dutzende weitere Forenbesucher pflichteten bei oder berichteten von ihren eigenen Erfahrungen.

Diese ungefilterten Informationen fand ich zwar interessant, aber trotzdem habe ich mich gefragt, ob solche persönlichen Informationen offen ins Netz gestellt werden sollten. Ein anonymes Forum ist ja noch das eine, aber in einem Facebook Account, der vielen „Freunden“ oder noch mehr Menschen zugänglich ist?

Ich bin ja auch viel im Internet unterwegs und tausche mich gerne aus. Und sich übers Internet anonym Informationen einzuholen ist manchmal einfach schneller und unkomplizierter, als zwei Wochen auf einen Arzttermin zu warten. Sicherlich würde ich dies nicht öffentlich in meinem Facebook Profil machen. Aber könnte ich mich beispielsweise auch übers Internet mit meinen Fragen an meinen Arzt wenden, wäre dies natürlich schon ganz praktisch und würde mich davon abhalten, zu viel über Gesundheit im Internet zu teilen.

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