EPD – Mit Humor zu mehr Aufmerksamkeit

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Das elektronische Patientendossier (EPD) gab es bisher nur als Gesetz und in eher trockenen Infobroschüren. Die junge Videoproduzentin Laura Semeraro hat ihm mit einem frischen Ansatz und in der Person des «EPD Man» nun ein Gesicht gegeben.

Laura Semeraro schliesst demnächst ihre Lehre als Mediamatikerin bei Swisscom ab. Im Rahmen ihrer Ausbildung hat sie ein Animationsvideo rund ums Thema EPD produziert. Mit Humor und Kreativität nimmt sie sich darin einem schwer fassbaren Thema an.

Wie schwierig war es, sich ins Thema EPD einzuarbeiten?

Wie die meisten Menschen in meinem Umfeld hatte ich vor dem Start meiner Produktion keine Ahnung, wofür die drei Buchstaben stehen. Wer sich fürs EPD interessiert, findet aber in den offiziellen Flyern von eHealth Suisse relativ gut verständliche Informationen zur grundsätzlichen Funktionsweise und zu Sinn und Zweck des EPD.

Nun hast du dazu noch eine unterhaltsame Story geliefert. Wie bist du dabei vorgegangen?

Ich habe Interviews mit Fachleuten von Swisscom Health zu diversen Aspekte des EPD geführt. Es ging um Punkte wie die Vorzüge gegenüber analogem Datenaustausch, die Sicherheit oder derzeit noch offene Punkte bezüglich der Umsetzung des EPD. Die erhaltenen Informationen konnte ich teils direkt in meine Story einbauen.

Und wann wurde der «EPD Man» geboren?

Den hatte ich bereits ganz zu Beginn kreiert. Ich bin ein grosser Fan von Marvel Comics mit seinen Action-Helden. Das EPD kann viel und beschützt die Gesundheitsdaten. Es ist also in seiner Welt eine Art Superheld. Da war es naheliegend, den «EPD Man» zu erschaffen.

Du hast einen betont kreativen und auch lustigen Ansatz für das Thema EPD gewählt – persönliche Vorliebe oder bewusst gewähltes Stilmittel?

Einerseits ist das mein persönlicher Humor, der da eingeflossen ist. Ich wollte aber auch bewusst einen Kontrapunkt zu klassisch-nüchternen Infovideos setzen. Von denen gibt es ja – auch zu Gesundheitsthemen – schon genug.

Sollte man das Thema eHealth generell weniger verkrampft vermitteln, um eine breite und auch eine junge Zielgruppe anzusprechen?

Lachen ist gesund, sagt man. Insofern passt ein lockerer Ansatz doch zu Themen aus dem Gesundheitswesen. Aber Spass beiseite. Gerade bei Themen, deren Relevanz für die Zielgruppe nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist, braucht es einen frischen und überraschenden Ansatz. Die Chance, dass ein Video – gerade auch von jüngeren Menschen – angeschaut wird, kann dadurch bedeutend gesteigert werden.

Wie sind die Reaktionen auf das Video?

Durchwegs positiv. Ich hoffe, dass viele Menschen das Video anschauen und danach besser verstehen, welche Möglichkeiten die Digitalisierung im Gesundheitswesen eröffnen.

Hier geht’s zum Video von Laura Semeraro.

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