Elektronisches Patientendossier – umdenken tut not

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Das digitale Zeitalter hat längst begonnen. Online-Banking, das Buchen der nächsten Ferien oder Bücher bestellen – vieles wird heute bequem von zuhause aus am Computer erledigt. Im Gesundheitswesen ist die Digitalisierung aber ins Stocken geraten. Dies, obwohl der Bund elektronische Gesundheitsdienstleistungen mit seiner eHealth-Strategie seit einigen Jahren aktiv fördert.

Die Vorteile elektronischer Patientendossiers liegen auf der Hand. Patientinnen und Patienten haben ihre gesamten Gesundheitsdaten an einem zentralen Ort gespeichert. Sie können sie selbst verwalten und bei Neuerkrankungen oder einem Arztwechsel alle erforderlichen Informationen ohne grossen Aufwand an die zuständigen Personen weiterleiten. Heute ist es oft noch so, dass Arztberichte, Impfbüchlein und die letzten Röntgenbilder erst mühsam zusammengesucht werden müssen. Das ist nicht nur zeitintensiv, sondern auch anstrengend.

Was in der Schweiz trotz nationaler Koordinationsbemühungen noch Wunschdenken ist, wurde in Dänemark bereits umgesetzt: Im nationalen eHealth-Portal sind alle Gesundheitsdaten zentral gespeichert und erlauben einen Online-Informationsaustausch zwischen Arzt und Patient. Damit nimmt das Land eine Vorreiterrolle ein in Europa.

Damit Ähnliches auch in der Schweiz funktioniert, braucht es ein Umdenken von allen. Ärzte, Patienten, Krankenkassen und nicht zuletzt auch die Kantone müssen sich auf die neuen Technologien einlassen. Neben den technologischen Hürden ist die Datensicherheit nach wie vor eine der Hauptsorgen – vor allem auf Patientenseite. Aber warum soll im Gesundheitswesen nicht funktionieren, was im Finanzverkehr längst Tatsache ist? Schliesslich können Gesundheitsdaten genauso gesichert werden wie Finanzdaten. Aber eben, umdenken tut not – und zwar auf allen Ebenen.

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