Diagnose Eigenverantwortung

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Seit einigen Jahren habe ich keinen Augenarzt mehr aufgesucht und entschied mich deshalb, mal wieder eine Routineuntersuchung durchführen zu lassen. Ich hätte mir ja bei weitem nicht vorgestellt, dass ich nach dieser Untersuchung eine seltene Augen-Krankheit diagnostiziert bekomme und prompt mit einer Operation rechnen muss. Ich bekam einen Monat Gedenkzeit, ob ich die OP auch wirklich durchführen möchte. Eine Woche vor dem OP-Termin haben Bekannte, Freunde und Kollegen mich auf eine Zweitmeinung angesprochen, die ich in der Tat nicht gross in Betracht gezogen habe. Wenn es um Menschen und deren Gesundheit geht, erwarte ich als Patient schliesslich eine wahre, offene Diagnose von Ärzten sowie eine kompetente Beratung möglicher Therapieansätze. Schliesslich entschied ich mich eine Zweitmeinung einzuholen. Als ich die Diagnose dem Arzt mitteilte, sah er mich bekümmert an und meinte, dass meine Augen völlig gesund seien und überhaupt kein Eingriff notwendig sei. Erleichtert, aber etwas verwirrt ging ich nach Hause. Wie kann das sein? Wem soll ich den eigentlich vertrauen, wenn die Ärzte nicht mehr derselben Meinung sind? Schliesslich holte ich eine Drittmeinung ein, die etwas mehr Aufschluss in die Geschichte mit einbringen soll. Zu meinen Gunsten bekam ich auch hier eine positive Rückmeldung auf meine gestellte Diagnose.

Diese Geschichte hat mich gelehrnt Diagnosen sowie Krankheiten mehr zu hinterfragen und mehr Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen sowie eine eigene Meinung zu bilden. Wir sollten einerseits lernen, uns proaktiver mit unserer Gesundheit auseinanderzusetzen und uns selber über mögliche Therapieformen zu informieren. Gerade die heutige digitale Welt ermöglicht völlig neue Dimensionen – wir sollten diese Chance wahrnehmen!

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