Der Kopfschmerzen-Teufelskreis

Kopfschmerzen. Ein mühsames Leid, mit dem viele Menschen zu kämpfen haben. © Production Peric - Fotolia.com

«Was für eine Art Schmerzen haben Sie denn?», fragte mich neulich der Arzt zu meinen Kopfschmerzen. Was bitte erwartet er von mir für eine Antwort? Sind Schmerzen nicht einfach Schmerzen? Wie soll ich die beschreiben?

Ärzte verlangen von uns Patienten manchmal ganz schön viel. Nicht nur decken sie uns mit Fachbegriffen so zu, dass man unweigerlich das Gefühl hat, bereits mit einem Fuss im Grabe zu stehen. Und dies, obwohl man nur eine kleine Erkältung hat. Nein, sie verlangen dann auch noch Kunststücke wie das Beschreiben von Schmerzen. Da bin ich mit meinem Latein dann schnell am Ende. Doch nun gibt es eine App, die mir den Dialog mit meinem Arzt unheimlich vereinfacht: Die Migraine-App. Wie in einem Tagebuch kann ich über das Smartphone meine Kopfschmerzen protokollieren. Die App bietet mir bereits das richtige Vokabular und ich muss nur noch die Schmerzintensität und den Schmerzcharakter einstellen. Zudem werden auch Dauer, Ort sowie Begleitsymptome erfasst. Na gut… ganz so einfach ist es immer noch nicht. Denn das Beurteilen der Schmerzintensität stellt mich vor neue Herausforderungen. Aber das ist Übungssache, darüber werde ich mir nicht den Kopf zerbrechen. Meine Daten werden von der App direkt ausgewertet und ich kann sie problemlos mit meinem Arzt teilen. Per Email kann ich ihn in mein Kopfschmerz-Tagebuch einladen und erspare mir dadurch seine Fragerei, welche mir gleich wieder Kopfschmerzen verursachen würde. So kann ich nun zumindest diesem Teufelskreis entkommen.

Mit der App kann ich mich zwar nicht von Migräne befreien. Doch wenn ich meine Kopfschmerzen konsequent erfasse, bietet die App mir – oder eben auch meinem Arzt – eine solide Grundlage für die Therapie.

Ein Kommentar: “Der Kopfschmerzen-Teufelskreis

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