Depressionen: Eine neue App der Robert-Enke-Stiftung als Hilfe und Sensibilisierung

Die Robert-Enke-Stiftung hat eine App herausgebracht, um Menschen mit Depressionen zu helfen, das Thema zu enttabuisieren und Aussenstehende zu informieren. Die Stiftung wurde 2010 von Teresa Enke gegründet, die Witwe des ehemaligen deutschen Nationaltorwarts Robert Enke, der 2009 in Folge seiner Depressionen Suizid beging.

Die EnkeApp setzt sich aus mehreren Teilen zusammen: Sie informiert über das Thema, bietet einen Depressionstest, einen Moodtracker zur aktuellen Stimmungslage, einen 24h-Zugang zu einer Beratungshotline sowie einen SOS-Knopf für Notfälle.

Aufklären und sensibilisieren

Die EnkeApp richtet sich neben Betroffenen auch an Menschen, die mehr über Depressionen lernen möchten, und bietet viel Grundlagewissen sowie die häufigsten Fragen und Antworten zu psychischen Erkrankungen. Gefährdete Personen können ihre aktuelle Stimmungslage über einen „Moodtracker“ verfolgen. Des Weiteren ist ein „Depression-Test“ verfügbar, in welchem dem Nutzer fünf Fragen zu seinem Wohlbefinden beantwortet. Bei auffallend negativen Resultaten empfiehlt die App die Konsultation eines Arztes.

SOS-Knopf und 24h-Hotline

Für Akutsituationen bietet die EnkeApp eine rund um die Uhr erreichbare Beratungshotline sowie einen SOS-Knopf, über den diskret Hilfe angefordert werden kann. Die App schickt hierbei automatisch den aktuellen Standort sowie ein vorher erstelltes Profil des oder der Betroffenen an eine Notrufzentrale. „Das Krankheitsbild ist für so viele noch ein Tabuthema, und die App soll dazu beitragen, das Thema zu enttabuisieren“, erklärte Teresa Enke gegenüber von spiegel.de und bei der Vorstellung der neuen App. DFB-Präsident Reinhard Grindel ergänzt: „Das Motto auch dieser App muss sein: Ihm, Robert Enke, konnten wir nicht helfen, anderen schon.“

Die App ist kostenlos für Android und iOS erhältlich.

Quelle:
„Hilfe bei Depressionen: DFB stellt EnkeApp vor“ (spiegel.de, 10.10.2016)
Bild: Fotolia

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