Sind Apps die neuen Tabletten?

Gesund Digital

Smartphones, Smartwatches, Ebooks, Webinare, Cloud Services, Social Media … Die Digitalisierung nimmt unser Leben nach und nach in Beschlag. Nicht immer werten solche Plattformen, Apps und Wearables unser Leben auch wirklich auf. Eine Ausnahme scheint sich jedoch bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens abzuzeichnen.

Vor ein paar Tagen veröffentlichte die deutsche Ärzte Zeitung einen Artikel zur Verwendung von Apps im Gesundheitsbereich. Dem Artikel zufolge seien Menschen immer mehr bereit, neben Ferienfotos oder Twitterquotes auch medizinisch relevante Daten zu sammeln und mit ihren Ärzten zu teilen. Der Sicherheitsaspekt ist hierbei ein grosses Thema. Viele wissen zum Beispiel nicht, dass es gegen die Datenschutzrichtlinien verstösst, wenn ein Arzt ohne Verschlüsselung Labordaten via E-Mail an seine Patienten verschickt. In der Schweiz bilden Gesundheitsdossiers wie zum Beispiel Evita eine zuverlässige Alternative. Der Cloud Service von Swisscom Health garantiert sowohl eine sichere Abspeicherung als auch einen verschlüsselten Datenaustausch mit relevanten Personen, z.B. mit Familienangehörigen oder Ärzten. Evita ist kostenlos und wird von immer mehr Schweizerinnen und Schweizern genutzt.

Generell lässt sich bei Patienten ein immer grösseres Interesse an Health-Apps und anderen digitalen Möglichkeiten zur Optimierung der eigenen Gesundheit beobachten. In den USA, so schreibt die Ärzte Zeitung, arbeiten bereits vierzehn der besten dreiundzwanzig Top-Kliniken mit dem „Healthkit“ von Apple – und zwar weil die Patienten es wollen. Markus Müschenich vom deutschen Bundesverband Internetmedizin beobachtet ebenfalls eine steigende Relevanz von Gesundheits-Apps: Er glaubt, dass entsprechende Apps künftig genauso verordnet werden wie Kopfschmerztabletten. Es bleibt abzuwarten, ob der Trend wirklich in diese Richtung geht. Zumindest die elektronischen Patienten- und Gesundheitsdossier sind in der Schweiz auf dem Vormarsch – und das ist auch gut so. Denn so spielerisch das digitale Leben zuweilen sein mag: Mit der eigenen Gesundheit ist nicht zu spassen. Vielleicht macht genau das den Erfolg des digitalisierten Gesundheitswesen aus.

Lesetipp: „Wenn Ärzte Apps verordnen wie Pillen“ (Ärzte Zeitung, 06.05.2016)
Bild: Fotolia

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